 |
KARRIEREBERATER Vorsicht vor Scharlatanen
Die
Nachfrage nach professionellen Karriereberatern nimmt stetig
zu. Doch der Markt dieser Ratgeber ist extrem unübersichtlich.
Wie also findet man den seriösen Meister des Faches, der zudem
nur niedrige Stundensätze verlangt?
Frankfurt am Main/Hamburg - Frust
am Arbeitsplatz, ein Jobwechsel oder der Wunsch, die eigene
Karriere zu planen: In solchen Fällen hilft ein
professioneller Karriereberater, auch Coach
genannt.
 |
|
|
.gif) |
|
|
.gif) |
| Coach im Einsatz: Der
Markt der Karriereberater ist arg
unübersichtlich | |
.gif) |
.gif) | Weil seit
einigen Jahren immer mehr Anbieter auf den Markt drängen, ist
die Suche nach dem passenden Berater aber nicht einfach. Und
offenbar arbeiten nicht alle seriös. "Das Telefonbuch oder
eine Homepage allein hilft bei der Auswahl nicht weiter", sagt
Uwe Böning, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Bundesverbands
Coaching (DBVC) in Frankfurt und Inhaber einer
Managementberatung.
Da der Begriff Karrierecoach nicht
geschützt sei, könne sich jeder in der Branche betätigen, ohne
vorher bestimmte Standards nachzuweisen. Vorsichtigen
Schätzungen der Berufsverbände zufolge gibt es rund 5000
Berater in Deutschland, die Berufscoachings zu ganz
unterschiedlichen Schwerpunkten anbieten.
Stärken
herausarbeiten
In den vergangenen Jahren seien
immer mehr private Ausbildungsinstitute und Coaching-Anbieter
auf den deutschen Markt gedrängt. Seit den späten neunziger
Jahren würden Coachings auch in Deutschland stärker
nachgefragt, sagt Uwe Böning. Der Grund seien vor allem
steigende Anforderungen in vielen Jobs. "Viele haben Probleme,
mit der Dynamik am Arbeitsmarkt mitzukommen", sagt Axel
Janßen, Vorstandsmitglied im Deutschen Verband für Coaching
und Training (dvct) in Hamburg und selbst
Karrierecoach.
Die
Sicherheit etwa, ein ganzes Berufsleben lang im selben
Unternehmen zu verbringen, gebe es nicht mehr. "Da will dann
auch der Einzelne wissen, wie er da mithalten und seine
Karriere planen kann." Ein Coaching könne dabei helfen, indem
es die eigenen Stärken und Schwächen heraus arbeitet oder
deutlich macht, wo genau die eigenen beruflichen Ziele liegen.
So ließen sich Fragen beantworten wie "Soll ich den Job
wechseln?" oder "Wie kann ich mein Führungsverhalten
verbessern?".
Auch der Wunsch, die eigene Ausstrahlung
zu verbessern oder Probleme mit dem Zeit- oder
Arbeitsmanagement trieben seine Kunden um, sagt Uwe Böning.
Neben Top-Managern nehmen vor allem leitende Beamte sowie
Fach- und Führungskräfte heute Coachings in Anspruch.
© manager-magazin.de
2005 Alle Rechte vorbehalten Vervielfältigung nur
mit Genehmigung der SPIEGELnet
GmbH |
|
 |
|